Castor Transporte 2010

Egal ob für oder gegen Atomtransporte, die Weiterführung der Laufzeiten von Atomkraftwerken oder den Ausbau der regenerativen energien, Castortransporte wird es noch lange geben. Und auch die Proteste werden nicht verstummen.

Die Demonstration dieses Jahr verlief weitgehend friedlich und zeigt, dass die große Masse der Teilnehmer es ernst meint mit ihrer Meinung. Im Wendland, genauer in Splitau, entstanden die Aufnahmen bei der Auftaktdemonstration gegen die Castortransporte und die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs. Mehrere Zehntausende Protestler versammelten sind in der Nähe von Dannenberg. Die Organisatoren, ein breites Bündnis verschiedener Organisationen, sprechen von ungefähr 50 000 Menschen. Die Polizei relativierte auf 20-30 000 Menschen. Der nächste Transport nach Gorleben ist für Herbst 2011 geplant. Es werden wieder massive Widerstände erwartet.

Castoren in Bremerhaven?

Bis dahin gibt es aber noch weitere Transporte. Z.B. wurde ein Transport mit 951 Elementen in 18 Castor-Behältern im September vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt. Der Atommüll soll zur Endlagerung in das russiche Lager Majak befördert werden. Die Transportroute für die Brennelemente der Versuchanlage in Rossendorf, wird vom Transportbehälterlager Ahaus gestartet und voraussichtlich über einen Seehafen abgewickelt. Bremerhaven kam als Verladehafen in Frage, da hier schon mehrere Transporte wie z.B. am 9.10.2010 durchgeführt wurden. Eine Entscheidung gegen Bremerhaven als Verladehafen wurde von Bremens Innensenator Meuerer am 10. November verkündet. Die Bremische Bürgerschaft hat unterdessen einen generellen Stop für Atomransporte über Häfen in Bremen und Bremerhaven.Wann und mit welchem Sicherheitsansatz der Rossendorf-Transport verladen wird ist unbekannt.

Nun kommen wieder mehrere Häfen in Frage und auch Bremerhaven ist nicht aus dem Rennen. Bremerhaven gilt sogar wieder als Favorit nachdem eine Spezialfirma einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Cuxhaven und Wilhelmshaven haben dabei auch gute Chancen gewählt zu werden. Was das für die jeweilige Stadt bedeuted ist noch unklar, da auch Einzelheiten über den Transport selbst noch nicht veröffentlicht wurden. Mit Protesten gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Regierung ist zu rechnen.


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